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Moritat SBZ

Melodie: Sabinchen war ein Frauenzimmer.
Aufgeführt am Tag der offenen Tür 1994.

Grüß' Gott sagen wir Euch in Unterschleißheim
in der Schule Edith Stein.
Hier können wir Kinder, die nicht so gut sehen,
beim Tag und bei der Nacht sein.

Denn wer ganz besonders weit weg wohnt,
der lebt hier bei uns im Heim,
nur die, die nicht so weit fahren müssen,
die dürfen in der Nacht nicht rein.

Für alle, die uns nicht so gut kennen,
denen singen wir jetzt was vor.
Denn natürlich tun wir hier nicht nur pennen,
das kommt zwar manchmal vor.

In der Schule da muß man schwitzen,
das muß ja leider so sein,
und oft müssen wir dann ganz still sitzen,
sonst geht in den Kopf nichts rein.

Um eins ist die Schule zum GIück zu Ende,
und wir geh'n ins Gruppenhaus.
Da sitzen wir ganz gemütlich beisammen
und lassen uns schmecken den Schmaus.

Wir essen am liebsten Schnitzel,
und Pommes wär'n jeden Tag fein.
Jedoch denkt der Koch auch an uns're Gesundheit
Salat und Gemüs' müssen sein.

Am Nachmittag sind wir sehr beschäftigt
mit Spaß und Sport und Spiel.
Dazwischen sind leider Aufgaben zu machen,
doch zum GIück nicht besonders viel.

Dazu gibt es Erzieherinnen
und in der Siebener einen Mann.
Die betreuen und helfen uns immer gerne,
wenn einer mal was nicht kann.

Es gibt bei uns ein ganz spezielles
Training für die Mobilität.
Da lernen wir uns gut auszukennen,
wie ein jeder es gern tät.

Im IAZ und auch in Freising,
sogar nach München geht's rein.
So werden wir schliesslich ganz selbständig,
das will schliesslich jeder sein.

Mit Brille, Lupen und and'ren Sehhilfen,
da kennen wir uns gut aus.
Ein jeder bekommt für seine Zwecke
eine Hilfe mit nach Haus.

Uns kann keiner was vormachen,
kein X nicht für ein U,
in den speziellen Beratungsstellen
gibt's Rat und Tat dazu.

Am Abend da fahren die Tagesheimkinder
dann leider schon wieder fort.
Im Heim gibt es dann für uns meistens immer
noch recht viel Spaß und Sport.

Oft spielen wir noch mal Fußball
oder besuchen ein anderes Haus.
Uns geh'n zum Entsetzen uns'rer Erzieher
die guten Ideen nie aus.

Irgendwann schlafen wir trotz größter Bemühung
auch endlich einmal ein.
Vom Vorschulkind bis zum Realschüler,
es muß auch mal Ruhe sein.

Jetzt kennt Ihr unser Leben,
es ist doch wirklich nett.
So kommt uns doch noch mal besuchen
hier im SBZ.

Text: Elisabeth Fanderl

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