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Die flotten Züge sollen rechtzeitig eintreffen

Bahn erwartet zwölf Triebwagen - Stundentakt nach München

Ein Artikel aus der Deggendorfer Zeitung vom 09.03.2009


Von Sandra Hatz
Passau/Vilshofen. In Augsburg gab es massive Probleme. Der Fahrplan musste kurzfristig geändert werden. Die Bahnkunden waren verärgert. - Doch in Passau soll sich das auf keinen Fall wiederholen. Zwölf flotte Züge vom Typ ET 440 werden planmäßig ab kommenden Dezember Passau - und damit auch Vilshofen - im Stundentakt mit München verbinden. Verspricht die Bahn. Die neuen elektrischen Triebzüge (ET) "Coradia Lirex" haben bereits für Schlagzeilen gesorgt. Die französische Herstellerfirma Alstom mit Sitz in Salzgitter hatte im letzten Dezember statt der bestellten 27 Züge nur 12 in die Fuggerstadt geliefert. Der Winterfahrplan wurde neu erstellt.
In Passau sollen die modernen Züge jetzt im kommenden Dezember den veralteten Fuhrpark, der zwischen Passau und München hin und her gondelt, ersetzen und die versprochene schnellere Verbindung überhaupt erst möglich machen.

Mit 160 Sachen nach München
Die Wagen mit 293 Sitzplätzen sind 160 Stundenkilometer schnell. In der Hauptverkehrszeit bieten drei gekuppelte Züge miteinander rund 900 Sitzplätze. Klimaanlage, Fahrgastinformationssystem, behindertengerechte Toiletten usw. - endlich gäbe es so etwas wie Standardkomfort. Doch die moderne Technik und die noch nicht auf die gegebenen Verhältnisse abgestimmte Software sei das Problem, unken Eisenbahner-Magazine. Weil nämlich nicht rechtzeitig getestet und geschult werden konnte, standen die neuen Tausendsassa am Ende in Augsburg auf dem Abstellgleis.
"Es stimmt. Wir hatten anfangs tatsächlich massive Schwierigkeiten und waren alles andere als begeistert, dass uns der Hersteller so in Stich gelassen hatte", bestätigte Bahn-Sprecher Franz Lindemair gestern gegenüber der Passauer Neuen Presse. Auch die Zulassung ließ auf sich warten. Inzwischen passt alles. Jetzt seien in Augsburg alle 27 Fahrzeuge regulär unterwegs. Und in Passau darf sich das Desaster keinesfalls wiederholen. Daran hätte die Bahn alles gesetzt.
Die DB Regio Bayern rechnet fest damit, dass die zwölf neuen Züge im Frühjahr kommen und dass dann das Personal natürlich bestens geschult werden kann. "Der Hersteller versichert jetzt in kürzester Zeit vollständig zu liefern", verkündet Sprecher Lindemair. Testen müsse man die Fahrzeuge nicht mehr, weil sie in Schweden schon seit einigen Jahren im Einsatz sind.

Jahrelang um schnelleren Anschluss bemüht
Die Stadt Passau bemüht sich seit vielen Jahren um eine bessere Zugverbindung nach München. Zweieinhalb Stunden brauchen Bahngäste derzeit, wenn sie in die Landeshauptstadt wollen. Abfahrt alle zwei Stunden.

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